Drei weitere Findbücher von Beständen der Evangelischen Archivstelle Boppard wurden kürzlich retrokonvertiert und sind ab sofort online verfügbar:
Das einst umfangreiche Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Langenlonsheim wurde durch eine unsachgemäße Ordnung in den 1920er und 1930er Jahren sowie Kriegsverluste des Jahres 1945 erheblich dezimiert. Der Schwerpunkt des Bestandes liegt im 19. und 20. Jahrhundert. Lediglich zwei Amtsbücher – das Langenlonsheimer Almosengefälle von 1746 und ein „Kopiar hoher Regierung, Kirchenrätlichen und Ehegerichts-Befehlen“ mit einer Laufzeit von 1751-1786 – reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück. Als eigenständiger Teilbestand ist das Archiv des Kirner Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung in das Findbuch integriert. Es umfasst Satzungen, Sitzungs- und Jahresberichte, Korrespondenzen, Unterstützungsanträge, Mitgliederwerbung sowie Kassen- und Briefbücher mit Laufzeiten von Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1940er Jahre.

Auch das Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Mandel ist stark ausgedünnt und umfasst im Bereich der Akten größtenteils nur noch Fragmente. Eine frühe und dichte Überlieferung ist hingegen bei den Amtsbüchern erhalten. Besonders hervorzuheben sind hier das bereits 1688 einsetzende Kassenbuch der Almosenkasse sowie das Almosenbuch der Opfer-Heller mit einer Laufzeit von 1760 bis 1869. Auch die Protokollbücher des Schulvorstands und des Presbyteriums reichen mit einzelnen Bänden bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück (ab 1807) und setzen sich mit weitgehend geschlossener Überlieferung bis in die 1970er Jahre fort.
Ebenfalls spärlich ist ist das Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Meckenbach. Hier reichen lediglich wenige Einzelblätter bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück und selbst die jüngere Vergangenheit ist nur sehr bruchstückhaft vertreten. Den Kernbestand bildet das Rechnungswesen. Die Kirchen- und Almosenrechnungen für Meckenbach liegen ab 1755 vor, für Hochstädten reichen immerhin die Belege bis 1744 zurück. Ergänzt wird diese Überlieferung durch Rechnungen der Zivilgemeinde aus der Zeit von 1764 bis 1825. Die Amtsbücher umfassen u.a. Lagerbücher, darunter ein Liegenschafts-Atlas von 1840, sowie Kassenbücher und Heberollen des 19. Jahrhunderts, außerdem ein Tagebuch für die Schulen zu Meckenbach von 1870-1896 sowie Protokolle der kirchlichen Körperschaften von Anfang des 20. Jahrhunderts.