In einer Pressemitteilung vom 4. November 2025 verkündeten Diakonie und Caritas den Start der diesjährigen Adventssammlung, einer „der erfolgreichsten ökumenischen Fundraising-Aktionen“, heute am 16. November. Die Spendensammlung geht bis zum 6. Dezember. Unterstützt werden zahlreiche Hilfsangebote und Projekte, die in den Gemeinden vor Ort konkrete und unmittelbare Hilfe leisten.
Dementsprechend lautet das diesjährige Motto „Füreinander. Für hier.“
Die Adventssammlung hat eine lange Tradition. Seit mehr als 75 Jahren gibt es sie. Im Jahr 1948 sammelten Caritas und Diakonie, damals noch Evangelisches Hilfswerk, erstmals gemeinsam in Nordrhein-Westfalen, um der immensen materiellen und seelischen Not zu begegnen, die drei Jahre nach dem Ende des Krieges allerorten herrschte. Das Plakat dieser ersten gebündelten Spendenaktion findet sich in unserer Plakatsammlung.

Die grundlegende Intention war schon damals dieselbe wie heute: Konkrete Hilfe zu leisten für notleidende Menschen. Auf dem Plakat erkennt man, welche Gruppen damals im Fokus standen. Es waren Entwurzelte, Vertriebene, Kriegswaisen und -witwen, versehrte und traumatisierte Kriegsheimkehrer.
Präses Held formulierte anlässlich der Adventssammlung 1950 eine Kanzelabkündigung, die am 10. November im Kirchlichen Amtsblatt veröffentlicht wurde: „Jeder von uns, der in seinen eigenen Kreisen, in seiner Nachbarschaft, in seiner Gemeinde einen Blick ‚hinter die Fassade‘ tut, weiß, daß der Menschen nicht weniger geworden sind, die noch unsere Hilfe brauchen.“

Das gilt sicherlich heute noch genauso wie damals. Während die Grundintention dieselbe geblieben ist, ist die Adventssammlung mit der Zeit gegangen. Von Beginn an war sie als klassische Haus- und Straßensammlung durchgeführt worden. Heute wird sie begleitet von einer eigenen Webseite, auf der man gezielt für Projekte in der eigenen Region spenden kann. Auch bargeldloses Spenden per App bei Sammelnden auf der Straße ist möglich.
