Adventszeit ist Backzeit: Ein Rezept zum Nachmachen

Passend zur Adventszeit und angelehnt an leckere gebrannte Mandeln, die wir heutzutage auf dem Weihnachtsmarkt finden, möchten wir Ihnen an dieser Stelle eine Rezeptidee aus dem 18. Jahrhundert vorstellen. Aus einem Exemplar des Frauenzimmer-Lexicons (ein Lexikon von Gottlieb Siegmund Corvinus unter dem Pseudonym Amaranthes von 1715, welches im Verlag Johann Friedrich Gleditschs auf den Markt gebracht wurde. Es sollte das erste deutschsprachige speziell an Frauen gerichtete Lexikon sein.)
Inhaltlich lassen sich zahlreiche Einträge zu beliebigen Haushaltsgegenständen, Küchengeräten, Haustieren und Orte innerhalb einer Stadt finden. Gerade deshalb, gilt das Lexikon als eine gute Quelle zur Dokumentation des gutbürgerlichen Alltags im frühen 18. Jahrhundert.

Es fällt auf, dass die Artikel sind nicht immer alle genauestens miteinander verknüpft, aber es lassen sich durchaus einige grundlegende Kategorien ausmachen, in die das Lexikon gegliedert ist. Wie es scheint, ist es aus mehreren Einzellexika zusammengesetzt und wurde dann alphabetisch sortiert. Ein großer Teil der Artikel stammt dabei aus einem Kochbuch, das von grundlegenden Rezepten bis hin zu großen Festmählern reicht ( also nicht nur bürgerliche Speisen, sondern auch für damalige zeit gehobenere Rezepte mit Zutaten, die nicht immer für jeden so leicht zu erwerben waren).

Anknüpfend daran hier das Rezept (inklusive abgewandeltem Selbstversuch):

Gebackene Mandeln

Originaltext
Transkription des Rezeptes. Abrufbar unter http://diglib.hab.de/drucke/ae-12/start.htm
Hier ein Selbstversuch
Tipp: Benutzen sie leere Einmachgläser um die Mandeln hübsch zu verpacken

Den zweiten großen Teil des Lexikons machen darüber hinaus Frauenbiographien aus. Das gesamte Werk ist online als Volldigitalisat auf der Seite der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel abrufbar.

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