Hitzewelle auch im Sommer 1976

WEG-Artikel während der Hitzewelle im Juni/Juli 1976, in: Der WEG Nr. 29/30/1976, 18.7.1976

Heiße Junitage liegen hinter uns in Düsseldorf. Am 26.6.2019 wurden hier sogar die heißesten Temperaturen in NRW gemessen: 36,8 Grad! Kaum ein Gespräch wurde in diesen Tagen mit einem anderen Thema begonnen. Glücklicherweise startet der Juli jetzt zunächst mal mit moderaten Sommertemperaturen.

Auch im Juni des Jahres 1976 war eine ungewöhnliche Hitzewelle im Rheinland Thema, die sich noch bis in den Juli hinein zog. Nicht weniger als neun Mal werden die Auswirkungen der „Tropenhitze“ – 32 Grad im Schatten am 4. Juli!- in der Ausgabe der Kirchenzeitung Der WEG vom 18. Juli 1976 erwähnt.

Besonders schlimm empfand es offenbar der WEG-Autor Henning H. Popp, der vom Rheinischen Posaunentag in Neuwied am 27. Juni 1976 berichtete:

„Ich habe die Quecksilbersäule nicht beobachtet. Sie konnte die Wirklichkeit nicht widerspiegeln. Denn inzwischen hatten sich durch die lange Zeit der Sonneneinstrahlung die Deichmauer und auch die Häusermauern aufgeheizt und gaben nach Art der alten Bauernbackhäuser, wie sie im Westerwald noch hier und da stehen, eine niederdrückende Hitze in die Straßen zurück. Die Straßen waren menschenleer.“

Die geladenen Redner ließen ihre Redemanuskripte zu Hause und entschieden sich für eine „von der Hitze diktierte Kürze“ ihrer Wortbeiträge. „Und als sich alle Bläser dann am Nachmittag zur Schlußkundgebung auf dem Marktplatz versammelten, gehörte ihnen das Mitleid aller Zuhörer“, die sich im Schatten der Bäume am Rand des Markplatzes aufhalten konnten.

 

 

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