Der Satan spielt nicht mit – die Rolling Stones in Düsseldorf

Pressekonferenz mit den Rolling Stones, Mick Jagger, Düsseldorf, 11.09.1965, Fotograf: Hans Lachmann, Schachtel Nr. 142: Beat, aus Bestand: AEKR 8SL 046 (Bildarchiv),7_002503

Musik spielt für die Kirche zweifelsohne eine große Rolle – nicht nur im Gottesdienst. Daher begleitete die evangelische Kirche alles, was sich in den sechziger Jahren an neuer Musik in der Jugendscene entwickelte, mit Argwohn. Dies insbesondere dann, wenn sie mit einem spirituellen Touch daherkam. Die Amtskirche befürchtete, dass Rockmusik von Bands wie den Rolling Stones, Beatles,  Black Sabbath, The Who, ACDC u.a. die Jugendlichen noch weiter von dem christlichen Glauben entfremdet, und diskutierte, ob es opportun sei, die schädlichen Begleiterscheinungen dieser Musik öffentlich herauszustellen – etwa ihre „umstürzlerischen Züge“ und ihren „Okkultismus“, vor allem ihre „satanistischen Liedtexte“. Diashow ⇩
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April Challenge #Archive30 – Tag 19: favourite Tool

Tool Bridge aus dem Hause Adobe, Erschließung von digitalen Fotos nach XMP;

Heute ist Tag 19 der April Challenge #Archive30 zum Thema „favourite Tool“. Eines meiner liebsten Tools ist Bridge. Damit lassen sich digitale Fotos nach XMP erschließen (auch mehrere gleichzeitig!). Die Metadaten werden dabei direkt im Bild gespeichert und anschließend mit unserer Fotodatenbank verwaltet.

 

Biblische Quizkarten

Biblische Quizkarten aus den 60/70er Jahren

Biblische Quizkarten aus den 60/70er Jahren

Zwischen einem Stoß alter Zeitungen die zur Kassation bestimmt waren fand sich ein Bibelquiz über dessen Herkunft nichts bekannt ist. Das Quiz besteht aus 48 Fragekarten mit Antworten. Je nach Schwierigkeit der Frage gibt es 1 bis 4 Punkte. Weiter findet sich auf jeder Quizkarte neben der Nummer ein Datum. Das Deckblatt, ebenso wie die Anleitung sind nicht vorhanden. Es befindet sich in einer Kartenspielbox mit einem transparentem Deckel und einem farbigen Boden. Auf dem Boden steht: „Schmid´s  Münchner  Spielkarten seit 1860.  Die alte deutsche Marken=Spielkarte seit 100 Jahren.“ Wer weiß mehr über dieses Bibelquiz? Gabe es noch andere Ausgaben?

April Challenge #Archive30 – Tag 17: A collection (eine Sammlung)

Auch wenn das Jäger- und Sammlertum nicht zu den archivarischen Tugenden gehört – Sammelgut hat in Archivbeständen seinen festen Platz. In der Evangelischen Archivstelle Boppard ist insbesondere die Dienstsiegelsammlung im steten Wachstum begriffen. Nicht mehr im Gebrauch befindliche Siegelstempel werden aufgrund ihres dreidimensionalen Formats nicht mit dem sonstigen Schriftgut, sondern in einer besonderen Sammlung aufbewahrt. Für Ausstellungen zu Gemeindejubiläen werden besonders gerne die älteren Stücke präsentiert, auf denen oftmals der preußische Adler zu sehen ist.

April Challenge #Archive30 – Tag 17: A Collection – eine Sammlung

Analoge Fotos der Fotosammlung Hans Lachmann werden laufend digitalisiert und für die Recherche und Nutzung aufbereitet.

Neben Schriftgut, werden bei uns auch analoge Fotos archiviert. So sieht es aus, wenn 1000ende Fotos im Archivregal in Fotoschachteln aufbewahrt werden. Die Fotos stammen aus dem Fotografennachlass Hans Lachmann.

Analoge Fotos aus der Fotosammlung Presseverband (8SL 069)

Die Fotos werden laufend digitalisiert, mit Metadaten erschlossen und für die Recherche sowie Nutzung aufbereitet. Im digitalen Bildarchiv Bestand 8SL 046 (Bildarchiv), können die Fotos dann nach Schlagworten durchsucht und in digitaler Form herunter geladen werden.

Aber schauen Sie selbst:
➦ Das Bildarchiv des AEKR 

April Challenge #Archive30 – Tag 16: Something big (etwas Großes)

Petition der evangelischen Bürger Aachens zur öffentlichen Religionsausübung an Kaiser und Reichsstände, 10. April 1559 Aachen, Original-Pergamenturkunde mit 6 beschädigten Siegeln und 92 Unterschriften, H 51 cm x B 61,5 cm, Lizenz: CC-0, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 4KG004 (Ev. Kirchengemeinde Aachen), Urkunde 6

Etwas Großes aus dem Archiv der Ev. Kirche im Rheinland? 
– Aber ja, unsere Original-Pergamenturkunde aus dem Bestand 4KG 004 (Ev. Kirchengemeinde Aachen), Nr. 6, misst stolze H 51 cm x B 61,5 cm. Sie ist ein wertvolles Zeugnis zur Reformationsgeschichte und den Auseinandersetzungen um die freie Religionsausübung in Aachen. Die Urkunde wurde bereits mehrfach publiziert sowie in Ausstellungen gezeigt. Zuletzt 2017 in Aachen zum Thema: „Das Ringen um den Rechten Glauben“, siehe auch im Ausstellungskatalog, S. 65.

Urkundenregest:

Adam von Tzevell, Wilhelm Engelbrecht, Joh. vam Hyrtz gen. Lanskronn, Karl
Gronendall, Franz van Endenn, Gyllis van der Kammenn, Hermann Bertolff,
Rolantt van der Cammen, Mylchiel Lewen, Joh. Rulandt, Claeß van Münster,
Claeß van Münster, der Jonge, Caspar Tzegelynn, Tyges van Hoeselt, Wilhelm
Koch, Doechscherre, Claes van Ammell, Peter Noustat, Gerhard Pael, Peter
Tzulben der Junghe, Joh. van Syegen, Jakob Büter (?), Joh. Thyllen, Thys
Symon, der Junge Ratsverwandte, sowie die Bürger Wilhelm Pastoir, Adolf van
Lyntzenich, Baltasar von Lyntzenich, Ludolf von Lintzenich, Joh. Amya,
Christoph van Stommel, Peter van Tzevell, Jakob van Lyntzenich, Servaes van
Collen, der Junste, Her Willem van Blickenberch, Rynhard Borman, Clays Amya,
Peter Rose, Steinmetz, Renert van Failß, Phlipß Thiellenn, Jaspar Clousse,
Walraeff Blanckart, Jakob Schorn, Simon van Theymann, Thys Boutden,
Heinrich Fibis, Geryt Paunell, Efferaet van Nutt, This Buß, Clais Hammer,
Gerleich Radermecher, Michel Klocker, Heinrich Myes, Peter Laubach, Peter
Beck, der Junge, Jan van Dalem, Wilhelm van Roumpen, Lenart faun Fourendall,
Wilhelm Raeloff, Thys van Collen, Johann Steynmetzer, Paul van den Weyer,
Bartholomäus Proeest, Malebrant Kis (?), Franz Meys, Joh. Thonen, Joh. Cuffen
(?), Roloff Cuper, Jan van Enden, Lenart van Enden, Gills Queven (?), Jan
Tiefricze (?), Mathewes Warhoußman, Pierre Moriel, Jakob van Remeyster,
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Den Gefallenen zur Mahnung

Gefallener Pastor wurde postmortal getraut“ – so war es Anfang März in diesem Blog zu lesen.  Dass es aber auch ein eigenes liturgisches Formular für die Trauung Gefallener gab, mit dem sich sogar die Provinzialsynode befasst hat, erscheint auf den ersten Blick noch erstaunlicher. Und doch trägt der § 160 der rheinischen Provinzialsynodalverhandlungen des Jahres 1853 genau diese Überschrift.

Protokoll der 8. Rheinischen Provinzialsynode 1853, S. 276

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Brutalismus light – Die Architektur des Landeskirchenamtes Düsseldorf

Mitte der 1960er Jahre herrschte in dem gründerzeitlichen Dienstgebäude des Landeskirchenamtes an der Düsseldorfer Inselstraße drangvolle Enge. Der 1936 vom damaligen Konsistorium bezogene Bau war nur für die Hälfte der nunmehr erreichten Mitarbeiterzahl ausgelegt. Es herrschte Konsens, einen „nüchternen“ Verwaltungsbau neu auf kirchlichem Grundstück im Stadtteil Derendorf zu errichten, „dem man nicht ansehen sollte, dass es sich um ein Landeskirchenamt handelt“ (so die entsprechende epd-Pressemitteilung).

Landeskirchenamt der EKiR und Archiv in Düsseldorf- damals und heute, Collage mit Fotos u.a. Harro Bleckmann und Hans Lachmann

Die 1965 für den Bauwettbewerb einberufene Preisjury war hochkarätig besetzt. Ihr gehörten an u. a. der für den Wiederaufbau Rotterdams maßgebliche niederländische Architekt Jo van den Broek,  die prominenten deutschen Architekten Dieter Oesterlen und Oswald Mathias Ungers sowie -last but not least- der einflussreiche Düsseldorfer Baudezernent Friedrich Tamms. Der ehemalige Mitarbeiter Albert Speers hatte Düsseldorf in dem Jahrzehnt zuvor konsequent im Sinne der „autogerechten Stadt“ umgestaltet. Von den 76 (!) eingereichten Entwürfen erhielt der Kölner Architekt Ulrich von Bonin den mit 12.000 DM dotierten ersten Preis. Weiterlesen

Mit dem Widget im EKiR-Portal immer zum neuesten Blogartikel

Wer über einen Zugang zum EKiR-Portal, der zentralen Kommunikationsplattform der Evangelischen Kirche im Rheinland, verfügt, der hat nun die Möglichkeit sich mit Hilfe eines Widgets auf seiner persönlichen Startseite immer aktuell über neue Einträge im Blog des landeskirchlichen Archivs informieren zu lassen.

Screenshot Startseite EKiR intern (www.portal.ekir.de), Aufruf am 23.3.2018

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„Nichts für Angsthasen“ – Altern im Heim

Ev. Altenheim Otto-Ohl-Haus in Düsseldorf-Garath, Fotograf: Hans Lachmann, Schachtel Nr. 117: Altenheim, aus Bestand: AEKR 8SL046 (Bildarchiv),00_02701_0115

Mae West, eine Hollywood-Ikone, Schauspielerin, Sängerin, portraitiert von Salvator Dali, prägte dieses Bonmot, als es mit ihrer Karriere und ihrem Leben im Alter bergab ging: „Alt werden ist nichts für Feiglinge“. Jeder möchte lang leben, aber keiner alt werden, feixten bereits die Schriftsteller und Satiriker Jonathan Swift und Johann Nestroy. Alzheimer, Demenz, Parkinson, Schlaganfall gepaart mit Unbeweglichkeit und Einsamkeit, sind die Schreckgespenster, die jedem drohen und den Weg ins Altersheim bahnen – die letzte Station des modernen Lebens. Und noch etwas lässt sich sagen: Altern im Altersheim ist überwiegend weiblich. Dies zeigen die Fotografien von Hans Lachmann. >> Diashow Weiterlesen