Karlheinz Brust, Siegelzeichner der Rheinischen Kirche

Karlheinz Brust, aus Kirn; Siegelzeichner, Foto: privat;

Im Siegelbestand des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland befinden sich 47 Kirchensiegel des Künstlers Karlheinz Brust. Das Kirchensiegel von Bergen habe ich ausgewählt, weil es im Siegelbild wesentliche Bezugspunkte der Kirchengemeinde zeigt. Die Kirchengemeinde Bergen bestand 1973 zunächst auf einer Nachzeichnung des alten Siegelbildes, anstatt auf den Vorschlag von Karlheinz Brust einzugehen, ein neues Siegelbild zu wählen, das der Siegelordnung der Rheinischen Kirche eher entspricht. Deswegen führte Karlheinz Brust einen Schriftwechsel mit Archivrat Walter Schmidt. Walter Schmidt schrieb daraufhin dem Presbyterium der Gemeinde, dass sie im „Benehmen mit dem Grafiker eine Neugestaltung des Siegelbildes“ vornehmen sollte. Meinungsverschiedenheiten wegen alter Siegelbilder gab es mit einigen Kirchengemeinden. Walter Schmidt übte häufig Kritik an alten Siegelbildern. In den Siegelakten der EKiR finden sich dementsprechend „Klartexte“ von Walter Schmidt, in denen er sein Missfallen über alte Siegelbilder gegenüber den Kirchengemeinden zum Ausdruck bringt. Weiterlesen

Mit Henrike Tetz wurde erstmals eine Superintendentin zur Oberkirchenrätin gewählt

Pfarrerin Henrike Tetz, Wahl zur neuen Leiterin der Abteilung 3 „Erziehung und Bildung“ im Düsseldorfer Landeskirchenamt, Landessynode 2018, Foto: EKiR/Hans-Jürgen Vollrath

Am Donnerstag, 11.01.2018, wählte die Landessynode der Ev. Kirche im Rheinland die Superintendentin des Kirchenkreises Düsseldorf, Pfarrerin Henrike Tetz, als hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung (KL) zur Nachfolge von Oberkirchenrat Klaus Eberl. Damit wurde erstmals eine Superintendentin hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung; die bisherigen Oberkirchenrätinnen, Gisela Vogel, Petra Bosse-Huber und Barbara Rudolph, hatten das Amt einer Superintendentin nicht bekleidet.

Harney, Rudolf, Pfarrer, Oberkirchenrat, Mitglied der 1. Kirchenleitung (KL), 1932, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 10_0110

Es stellte sich mir die Frage, ob denn in der Vergangenheit einer der Düsseldorfer Superintendenten zum Oberkirchenrat berufen worden ist? Immerhin ist Düsseldorf einer der großen Kirchenkreise der Landeskirche. Ich hatte einen Namen im Kopf, nämlich Superintendent Rudolf Harney (Nachlass im Bestand des Archivs), ganz am Anfang der Geschichte unserer Landeskirche nach 1945: Er wurde im Mai 1945 Mitglied der Vorläufigen Kirchenleitung als Repräsentant des Provinzialkirchenrates von 1932. Die Provinzialsynode 1946 bestätigte die Mitglieder der Vorläufigen KL, die „in Ausübung und für die Dauer des Amtes … die Amtsbezeichnung ‚Oberkirchenrat‘ “ führten. 1949 trat Harney bei den ersten Wahlen zur Kirchenleitung der neuen Landeskirche nicht mehr an, weil seine Pensionierung bevorstand. Harney ist also ein Sonderfall.

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Henk Schilling, Siegelzeichner der Evangelischen Kirche im Rheinland

Henk Schilling, Foto: Familie Schilling

Henk Schilling, Grafiker, Glasfenstergestalter, Siegelzeichner, geboren am 7. November 1928, gestorben am 24. Februar 2005.

Im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland sind 22 Siegel von Henk Schilling vorhanden. Nachfolgend eine Auswahl an Siegeln und Biografie von Tochter Miriam Schilling mit Erläuterungen zum künsterlischen Werden und Wirken Schillings:

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Herbert Westphal, Siegelzeichner der Evangelischen Kirche im Rheinland

Siegel der Kirchengemeinde Mettmann, 1969, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 038 (Siegelsammlung)

Herbert Westphal, Graphiker und Siegelzeichner, geboren am 8. Mai 1922 und  gestorben am 13.Juni 1985 in Solingen-Höhscheid. Er hat für zahlreiche Kirchengemeinden Kirchensiegel gezeichnet. Der Schwerpunkt seiner grafischen Arbeiten liegt in seiner Heimatstadt Solingen. Im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland sind 57 von ihm entworfene Kirchensiegel rheinischer Kirchengemeinden überliefert.

Herbert Westphal hatte 1982 seinen Lebenslauf anlässlich einer Ausstellung „6000 Jahre Siegelkunst der Stadt Solingen“ im Jahr 1982 wie folgt formuliert:

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Frühschoppen auf dem Alten Zoll 1899

50. Stiftungsfest des Evangelisch-Theologischen Vereins Bonn am 21.6.1899 auf dem Alten Zoll, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 024_00031

Am 10. November 1849, am Geburtstage Luthers, wurde der evangelisch-theologische Verein zu Bonn gegründet. Anlässlich des 50 jährigen Stiftungsjubiläums trafen sich am 21.06.1899 die Vereinsmitglieder zum „Frühschoppen auf dem Alten Zoll“. Hier  hat jemand nachträglich 36 Namen mit rotem Filzstift in das Foto gekritzelt.

Schlecht für das Original, gut für die Kenntnis der Personen.

Weitere Quellen finden sich bei uns im Nachlass Oberkirchenrat Johannes Himmelbach (AEKR 7NL 052). Dieser erhielt 1969 von Pfarrer Christmann (Ellern/Hunsr.) das Archiv der Evangelisch-Theologischen Verbindung „Rheinmark“ zu Bonn, die 1921 aus der Fusion des 1849 gegründeten Evangelisch-Theologischen Vereins Bonn und des 1883 gegründeten Theologischen Studentenvereins Bonn hervorgegangen war.

In diesem Nachlass sind u.a. enthalten: „Rheinmark“-Archiv (1892-1994): Fotos, Rundbriefe, Druckschriften; Abriss der Geschichte der Verbindung, 50-Jahr-Feier des Ev.-Theol. Vereins 1899, Mitgliederverzeichnis 1932, Verbot und Auflösung 1939, Altherrenverband, Wartburgfest 1967. Findbuch als pdf 

Bereits digital reproduzierte Fotos können Sie auch digital bei uns im Bildarchiv einsehen. Ergänzende Archivbestände: LKA Personalakte 387.

Vorgestellt: Siegelzeichner Werner Schramm

Pfr. Rosenkranz, gezeichnet von seinem Neffen Werner Schramm 1969; AEKR Düsseldorf 8SL046 (Bildarchiv), 018_041Rosenkranz, © Werner Schramm

Wikipedia: Selbstbildnis von Werner Schramm CC BY-SA 3.0 de, Link

Werner Schramm (geboren am 21. September 1898 in Duisburg, gestorben am 24. Juli 1970 in Düsseldorf) zeichnete u. a. Siegel für die Evangelische Kirche im Rheinland. Das Archiv hat zwanzig Kirchen-Siegel von ihm gesammelt.

In der Hauptsache malte er aber Portraits. Er porträtierte u.a.  Albert Rosenkranz und Ernst Stoltenhoff. Sehen Sie nachfolgend die Siegel von Werner Schramm:

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Emotionaler Abschied von einer Glocke

Glockenabschied, Predigt von Johannes Hanke (1887-1958), 8.7.1917, erste Seite;
aus: 7NL 009

„Lieber Freund! Heute will jemand von uns Abschied nehmen, der 27 Jahre unserer Gemeinde treu gedient hat, nun aber auch des Königs Ruf folgen muß. Unsere Vaterunserglocke! Sie, die kleinste unserer 3 Glocken, ist für tüchtig befunden, ihre eherne Stimme in vielfachen Schrei aufgelöst über das Schlachtfeld erschallen zu lassen.Sie, die einsam soll hinein gezerrt werden ins nächste Schlachtgewühl. Sie, die dem Dienste Gottes gedacht war, soll mithelfen im sündengeborenen Streit der Völker dieser Erde. Sie, die wie mit Kinder Stimme freundlich und friedvoll, entsang im Chor ihrer großen Schwestern soll nun in andrer Gestalt Schmerzensschreie auslösen und Herzen zerreißen. Sie, die erhaben über den Raub der Erde mit ihrem Klang nur einziehen wollte in den Frieden der Ewigkeit, soll nun Tod und Verderben speien“

Mit diesen martialischen Worten beginnt die Predigt des Pfarrers Johannes Hanke am 8. Juli 1917 in Eckardtsheim, einer Zweiganstalt der von Bodelschwing’schen Anstalten Bethel. Weiterlesen

Registratur von Präses Held (1948-1957) für Forschung neu erschlossen

© Markus Feger Düsseldorf / EKiR: Eröffnung des Wandportraits des ehemaligen Präeses Heinrich Held. Das Porträt von Held (1897 – 1957) vor dem Martin-Luther-Saal im Düsseldorfer Landeskirchenamt stammt von der Münchner Künstlerin Celina Szelejewska-Pigulla.

An seinem 120. Geburtstag wurde Heinrich Held, der erste Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, im Rahmen der Aktion „Kirchenköpfe“ mit einer künstlerisch ansprechenden Collage geehrt.

Pünktlich zum Jubiläum liegt nun auch das neue Findbuch zu den Handakten von Präses Held aus seiner Amtszeit vor. Der inhaltlich facettenreiche Bestand wurde bereits öfter für Themen der deutschen Nachkriegszeit herangezogen. Bislang lag nur eine knappe Erschließungsliste vor, was die Benutzung sehr erschwerte. Nunmehr können Themen wie die Saarabstimmung 1955, das Verhältnis der Kirche zu den politischen Parteien oder  die Kontroversen um die Wiederbewaffnung mit Hilfe detaillierter Enthältvermerke recherchiert werden.

Die Haarlocke der Madame Guyon: Eines von 2.600 neuen Fotos auf www.archiv-ekir.de

Haarkranz Madame Jeanne Marie Gyon; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 80037_1

Bereits vor einem Jahr haben wir knapp 800 Fotos aus unseren Beständen auf Flickr eingestellt. Nun ist auch das Bildarchiv auf unserer Homepage funktionstüchtig und mit zunächst 2.600 Fotos bestückt. Der Fundus, der sukzessive weiter ausgebaut werden soll, ist in neun Themengebiete gegliedert: Personen, Ereignisse, Gebäude, Orte, Gegenstände, Dokumente, Kirchliche Einrichtungen, Gesellschaft/Soziales, Alben/Serien. Den größten Teil nehmen dabei die Alben und Serien ein; dort finden sich allein 225 Aufnahmen zur Geschichte der Schülerbibelkreise seit 1883 oder 87 Bilder aus dem Pressearchiv des früheren Sonntagsgrußes Saar.

Fast alle Bilder sind gemeinfrei oder, sofern das Archiv der EKiR über die Verwertungsrechte verfügt, mit einer CC-BY-SA-Lizenz versehen. Die Fotos können sowohl als JPEG oder im TIFF-Format kostenlos heruntergeladen werden.

Als Beispiel sehen Sie links ein Foto einer unserer fraglos originellsten Archivalien: die blonde Haarlocke der französischen Mystikerin Madame Guyon (um 1710). Weiterlesen

Präses Heinrich Held und sein Kreuz

Bundeskanzler Konrad Adenauer – Empfang zum 80. Geburtstag
Gratulanten: Otto Dibelius, Bischof der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, im Hintergrund: Präses Heinrich Held mit Kreuz, 5. Januar 1956
Foto: unbekannt, Bestand: 7NL008 (Nachlass Präses Heinrich Held)

Es stach sicherlich nicht nur dem Pfarrer Ernst Seynsche, zugleich Landessynodaler und nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland, ins Auge: Beim offiziellem Empfang zum 80. Geburtstag von Bundeskanzler Konrad Adenauer am 5. Januar 1956 trug Präses Heinrich Held unübersehbar ein Kreuz. Weiterlesen