Beiträge von der Archivpflegetagung 2017 online

Bei der diesjährigen Tagung für KirchenarchivpflegerInnen stand die “Archivische Nutzung” im Mittelpunkt (s. Flyer). Der recht hohen Nachfrage zufolge, können Sie die Beiträge der Tagung nun online nachlesen:

Unser Dank gebührt dem Team des LVR für die gute organisatorische Unterstützung der Tagung.

Fotos und Filme in Archiven: neue Ausgabe der “Archivpflege in W-L” ist online

Heft 87 (2017) (vergrößerte Bildansicht wird geöffnet)Druckfrisch erschienen ist die neue Ausgabe “Archivpflege in Westfalen Lippe” Heft 87 / 2017   mit Beiträgen vom Westfälischen Archivtag in Hamm (März 2017) zum Thema Fotos und Filme in Archiven.
Zurecht kritisieren Paul Klimpel und Fabian Rack die Haltung öffentlicher Archive gegenüber Open-Access sowie die Behinderung der Nutzung gemeinfreier Werke : “Was gemeinfrei ist, muss gemeinfrei bleiben. Über die Unzulässigkeit einer vertraglichen Verlängerung urheberrechtlicher Monopolrechte durch öffentliche Archive” ( S. 39-43);

Wie Open-Access und gemeinfrei funktionieren kann, wurde nachfolgend am Beispiel des Landeskirchlichen Archivs in Düsseldorf aufgezeigt: Soziale Netzwerke: mehr als posten, twittern und bloggen? Möglichkeiten und Chancen bei der Erschließung und Präsentation von Fotos (S. 44-47);

weitere Infos Zu diesem Thema im Web :

Zwischen Serviceorientierung und Schutz der Archivalien: Fortbildungsveranstaltung zur archivischen Nutzung

Die Hauptfunktion von Archiven sollte es bekanntlich sein, gut erschlossene Bestände der Öffentlichkeit über verschiedene Benutzungswege zugänglich zu machen. Hierbei gilt es die rechte “via media” zwischen Serviceorientierung, konservatorischen Aspekten und rechtlichen Vorgaben einzuschlagen. Speziell bei Kirchenarchiven spielt dabei quantitativ die Nutzung von Kirchenbüchern die größte Rolle.

Hierzu bietet das Archiv der EKiR in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland am 9. November 2017 eine Fortbildungsveranstaltung in Brauweiler an. Im Blick stehen vor allem die vielen kleinen ehrenamtlich betreuten Archive der rheinischen Kirchengemeinden. Den Programmflyer zur Tagung finden Sie hier, die Online-Anmeldung erfolgt über die Seite des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums.

“Man muss auch jönne könne”: Das Rheinische Grundgesetz in seiner Anwendung für die archivische Praxis

Beim 27. Norddeutschen Kirchenarchivtag in Hofgeismar hatte das Archiv der EKiR die Gelegenheit, aus seiner aktuellen Arbeit zu berichten (Vortragstext und Präsentation).

Man muss auch gönnen können: Scherzhaft formuliert, geht es doch um einen ernsthaften archivfachlichen Hintergrund: Der Wegfall obsolet gewordener Restriktionen im Benutzungsmanagement, die kostenfreie Onlinestellung von Fotobeständen, das aktive Ansteuern von Crowdsoucing-Projekten auch für Kirchenbücher sind freilich Positionen, die sich -vorsichtig formuliert- noch keiner breiten Mehrheit im Bereich der kirchlichen Archive erfreuen.

Man wird sehen, wohin die Entwicklung führt. Inmitten des digitalen Medienwandels und im Sinne einer professionellen Dienstleistungs- und Serviceorientierung gilt schließlich für uns alle. die wir im Archivbereich tätig sind, Artikel 5 des Rheinischen Grundgesetzes: “Et bliev nix wie et wor.”

26. Tagung der Süddeutschen Kirchenarchive am 19./20. Juni 2017 in Speyer

Teilnehmer der 26. Tagung der Süddeutschen Kirchenarchive am 19./20. Juni 2017 in Speyer

Die 26.Tagung der Süddeutschen Kirchenarchive fand am 19./20. Juni 2017 im Gebäude des Landeskirchenrats der Pfälzischen Landeskirche in Speyer statt. Zur Begrüßung sprach der stellvertretende Kirchenpräsident, Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner, einige einleitenden Worte.

Die Tagung unter der Leitung von Dr. Gabriele Stüber aus dem Zentralarchiv der Ev. Kirche der Pfalz in Speyer selbst begann mit dem Thema „Brauchen wir neue Wege in der Archivpflege“. Dazu stellten Dr. Andrea Schwarz aus dem Landeskirchlichen Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Bayern, Nürnberg, Jutta Seif aus Eberbach, einer Außenstelle des Erzbischöflichen Archivs Freiburg und Marco Kramer aus dem Landeskirchenarchiv der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens in Dresden die Situation in ihren Landeskirchen bzw. in ihrer Diözese und die jeweiligen Probleme dort dar.  Weiterlesen

Schwer angesagt – Barcamps

Historiker/innen aufgepasst: Das Camp Colonia 2 startet: Call for Ideas –  bis zum 12. Juni 2017!!!

Das Barcamp “Camp Colonia” haben Studierende der Masterstudienrichtung Public History an der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Förderverein Geschichte in Köln e. V.  initiiert. Worum es Ihnen geht: “Du hast ein Projekt zur Kölner oder Rheinischen Geschichte, über das du schon immer sprechen wolltest? Du sitzt an deiner Bachelor-, Master oder Doktorarbeit, aber du könntest noch etwas Anregung gebrauchen? Komm zum Camp Colonia und sprich mit uns oder zu uns. Stelle dein Projekt vor, diskutiere mit anderen Historikern über deine Thesen.”

In puncto Barcamp folgen hier noch einige weitere Termine und Links für das Jahr 2017 (Bereiche: Archive/ Geschichte/ digitale Kirche)

Archivcamp:                       19. Juni 2017 in Duisburg
Camp Colonia:                   30. Juni 2017 in Köln
Barcamp KircheOnline:     13.-15. Oktober 2017 in Köln
Histocamp:                        1./2. Dezember 2017 in Darmstadt

Offene Daten, freie Lizenzen – Aspekte digitaler Nachhaltigkeit

Unter diesem Thema stand gestern die dritte medienethische Tagung der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Melanchthon-Akademie in Köln. Als Teilnehmer und Referent war ich von der Vielfalt der Themen und ihrer Praxisnähe ganz begeistert. Den Livestream und die Twitter-Wall finden Sie hier. Das Visual Recording der Tagung leistete der Karikaturist Michael Hüter, der mit seinen Cartoons zielsicher die Thesen der einzelnen Beiträge zum Ausdruck brachte.

Als Beispiel mit archivischem Background seien hier gezeigt Hüters Zeichnungen während der Präsentation “Digitale Nachhaltigkeit aus der Perspektive von Gedächtnisinstitutionen”.

Michael Hüter Karikaturist: Twitter-Wall: Digitale Nachhaltigkeit aus Sicht von Archiven #visualRecording #DigitaleSouveraenitaet @ekir_de

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Schriftgutlehrgang im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel

Teilnehmer des Schriftgutlehrgangs im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel bei der Arbeit am Aktenplan

Gestern fand im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel ein Fortbildungstag zum Thema “Schriftgutverwaltung und Aktenführung” statt.

Der Kirchenkreis hatte die Initiative ergriffen und die Referentin des Landeskirchlichen Archivs sowie die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltungen in die Jugendbildungsstätte Merzbach eingeladen. Weiterlesen

Bericht von der Archivpflegetagung 2016

Einer guten Resonanz erfreute sich am Dienstag unsere Fortbildungsveranstaltung zum Thema archivische Bewertung in der Abtei Brauweiler. 60 Teilnehmende informierten sich über die geltenden rechtlichen Vorgaben bei der Aktenaussonderung und brachten eigene Erfahrungsberichte ein.

Auf reges Interesse stieß insbesondere die Podiumsdiskussion mit zwei Vertretern professioneller Archivdienstleister. Es ist zu hoffen, dass die ein oder andere Kirchengemeinde hier die Anregung gewann, auch ihre Altregistratur sachgerecht ordnen zu lassen. Unser Dank gebührt dem Team des LVR für die gute organisatorische Unterstützung der Tagung.

Die Präsentationen zu den beiden Vorträgen des Vormittags finden Sie hier.

Archivpflege gestern und heute

aus: 4KG 005, 28

Aufruf des Königlichen Konsistoriums zur Ordnung der Gemeindearchive, 1842, aus: 4KG 005, 28

Erstaunlich aktuell und auf den Punkt wirkt dieser Aufruf des Königlichen Konsistoriums in Koblenz an die Superintendenten der Rheinprovinz aus dem Jahr 1842, der mir im Bestand der Ev. Gemeinde Düsseldorf in die Hände fiel:

Noch immer sind in vielen Pfarreien die Kirchen-Archive nicht gehörig geordnet und keine Inhaltsverzeichnisse derselben aufgestellt. Dieser Mangel erschwert nicht nur den Gebrauch der vorhandenen Akten und damit die zweckmäßige Verwaltung des Vermögens der Pfarreien, sondern hat auch, indem bald wichtige Aktenstücke, zumal während der Erledigung der Pfarrstellen, verloren gehen, bald aus Nichtkenntniß der vorhandenen Akten die Rechte der Kirchen, Pfarreien nicht aufrecht erhalten werden, für manche Gemeinde bedeutende Verluste zur Folge. Wir beauftragen daher im Einverständniß mit der königlichen Regierung Euer Hochwürden, diejenigen Pfarrer Ihrer Synode, deren Gemeinde noch kein gehörig geordnetes, mit einem Inhaltsverzeichnis versehenes Kirchenarchiv besitzt, anzuweisen, binnen zwölf Monaten sämmtliche Bücher und Schriften ihrer Pfarrgemeinde nach dem beiliegenden Plan zu ordnen und zu verzeichnen.[…] Weiterlesen