Gesangbuch für Berg- und Hüttenleute von 1832

Gesangbuch für Berg- und Hüttenleute, nebst einigen Gebeten, 1832; AEKR Archivbibliothek Sign. 2017.112

Die Gesangbuchsammlung der Archivbibliothek umfasst ca. 600 Titel des 18.-20. Jahrhunderts. Hier verdanken wir jetzt einer privaten Schenkung den wertvollen Zugang der Erstausgabe einer speziellen Liedersammlung für Bergarbeiter und Hüttenleute. Ihr Autor, Albert Wilhelm Perlberg (1794-1843), war Oberbergrat zu Halle und, by the way, Mitglied der Hallenser Freimaurerloge Zu den drei Degen. Weiterlesen

Straßburger Handschriften-Edition als Geschenk des Archivars Pfarrer Albert Rosenkranz

Straßburger Handschriften-Edition, aus Bestand: AEKR Archivbibliothek XL 017 Bd. I

Immer wieder finden sich im Bestand unserer Archivbibliothek Bücher, in denen handschriftliche Vermerke oder eingeklebte Zettel Hinweise auf deren Vorbesitzer oder auf besondere Umstände des Zugangs zur Bibliothek geben. Darüber haben wir gelegentlich berichtet (z.B. Chamisso – Gesangbuch) . In der Bibliothek befindet sich das großformatige Werk „Handschriftenproben des sechzehnten Jahrhunderts nach Strassburger Originalen“ aus dem Jahr 1902, dass in zwei Schubern „102 Tafeln in Lichtdruck mit Text“ enthält. In beide Schuber ist auf der Innenseite des Deckels ein Blatt mit einer handschriftlichen Mitteilung des früheren landeskirchlichen Archivars, Pfarrer D. Lic. Albert Rosenkranz, (über ihn ausführlicher nur seine Lebenserinnerungen), eingeklebt. Weiterlesen

Evangelische Kirche im Rheinland ist seit 20 Jahren im Internet präsent

Der Presseverband der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V. richtete im Juli 1997 ein Rundschreiben  an alle Gemeinden, Kirchenkreise und kirchlichen Einrichtungen:

www.ekir.de. Vielleicht wissen Sie es schon: Seit dem 16. Februar ’97 ist die Evangelische Kirche im Rheinland im Internet präsent. Unter der Internetadresse „www.ekir.de“ kann das Internetangebot unserer Kirche rund um die Uhr und weltweit abgerufen werden: Informationen über unsere Landeskirche, Adressen zentraler Einrichtungen oder Kultur- und Veranstaltungshinweise – alles ist nur einen Mausklick entfernt.“

Zeitungsartikel über den neuen Internetauftritt der Landeskirche, in: Der Weg, 8/1997, 16.2.1997, S.4

Bereits 80 Millionen Menschen weltweit seien Nutzer des Internets, in Deutschland kämen monatlich 20-30.000 Teilnehmer hinzu. Die Kommunikation in unserer Gesellschaft werde schon jetzt durch das Internet entscheidend geprägt. Es gäbe jetzt – also fünf Monate nach dem Start des Angebots – bereits monatlich 6.000 Zugriffe auf die Webseiten der EKiR und bei der EKD 40.000.

Auch die damalige evangelische Wochenzeitung „DER WEG“ berichtete in Ausgabe 8 vom 16. Februar 1997: „Rheinische Kirche im Internet: http://www.ekir.de“. Chefredakteur Andreas Krzok weist darauf hin, dass der Beginn der Internetpräsenz der EKiR zwar zufällig, aber nicht unpassend auf den 500. Geburtstag Philipp Melanchthons falle. Der Internetkoordinator, der Theologe Thomas Raape, wird zitiert: „Das Internet ist eines der wenigen Medien, die Kommunikation und Präsentation miteinander verbinden. Hier können wir sagen, wer wir sind und was wir wollen. Wir können auf eine neue Weise auf Menschen zugehen …“.

 

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Wie kommt der Kohl ins Bild?

Das alte Siegel der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Gruiten

Das alte Siegel der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Gruiten

Im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland befindet sich ein altes Siegelbild der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Gruiten. Das Siegelbild zeigt einen Kohlstrauch, über den die Sonne aufgeht. Die Umschrift lautet: „Siggilum Gruitenae Nova Luce Resurgo“ übersetzt „Siegel von Gruiten, im neuen Licht stehe ich wieder auf“. Welcher Sinn steckte hinter dem Siegelbild? Wie kommt der Kohl ins Bild? Weiterlesen

Geläut für den Christbaum

Zubehör für den Weihnachtsbaum 1907, Evangelischer Hausfreund : Wochenbl. für Stadt u. Land Kreuznach, 15. Dezember 1907, Nr. 50, S.399, aus Bestand: AEKR Bibliothek ZK 028

Zubehör für den Weihnachtsbaum 1907, Evangelischer Hausfreund : Wochenbl. für Stadt u. Land Kreuznach, 15. Dezember 1907, Nr. 50, S.399, aus Bestand: AEKR Bibliothek ZK 028

In der Zeitschrift  „Evangelischer Hausfreund“ Wochenblatt für Stadt und Land Kreuznach fand ich in den Ausgaben Anfang des 20. Jahrhunderts, Anzeigen über Geläute für den heimischen Weihnachtsbaum. Die Zeitschrift wurde von Pfarrer Petry aus Züsch herausgegeben. Der Druck erfolgte bei R. Voigtländer. Nachfahren und die Expedition übernahm Ph. Schwab. Beide Firmen hatten ihren Sitz in Bad Kreuznach. Auch heute noch finden sich Weihnachtsgeläute an Christbäumen, wenn auch nicht mehr so häufig wie damals. In der Anzeige von 1907 findet sich noch weiteres Zubehör für den Weihnachtsbaum.

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Trotz Notzeiten und Papierknappheit: An die Einführung von Pfarrer Heiermann in Lennep am 3. Advent 1946 erinnert eine gedruckte Predigt

Erinnerung an die Einführung von Pastor Heiermann aus Dortmund , 3. Advent 1946 ; Ansprache am 15. Dezember 1946; aus Bestand: AEKR Düsseldorf Archivbibliothek Bec 2700

AEKR Düsseldorf Archivbibliothek Bec 2700

Auf der Suche nach einem Adventsthema für unseren Blog stieß ich im Katalog der Archivbibliothek auf die gedruckte Einführungspredigt des Pfarrers Bernhard Heiermann vom 3. Advent (15.12.) 1946. Das ist genau 70 Jahre her und ich war erstaunt, dass in dieser Zeit des alltäglichen Mangels und der Not das Papier vorhanden war, um dieses Heft „Zur freundlichen Erinnerung an die Einführung“ zu drucken. Den Auftrag führte die J.F. Ziegler’sche Buchdruckerei in Remscheid im Januar 1947 aus. Das Exemplar gelangte aus dem Besitz des früheren Präses Joachim Beckmann in den Bestand der Archivbibliothek. Das stark holzhaltige, grobe Papier ist stark gebräunt und brüchig. Das Titelblatt ziert ein Foto des Kirchturms der alten evangelischen Stadtkirche in Lennep. Weiterlesen

Rheinische Pfarrer gegen die Hungersnot im „Jahr ohne Sommer“ 1816

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Wikipedia: Steckrübe/Kohlrübe aufgeschnitten, CC BY-SA 3.0

Frühe Amtsblätter sind bekanntlich eine Fundgrube für die Regionalgeschichte. So forderte genau heute vor 200 Jahren die königlich-preußische Regierung zu Düsseldorf in ihrem Amtsblatt dazu auf, wohltätige Vereine gegen die „Fruchttheuerung“ in der Provinz zu gründen. Hintergrund waren die verbreiteten Missernten in Westeuropa 1816, bedingt durch den Ascheregen, der im Vorjahr bei der Explosion des indonesischen Vulkans Tambora entstanden war. Der preußische General Carl von Clausewitz notierte hierzu anlässlich einer Inspektionsreise durch das Rheinland: „Verfallene Gestalten, Menschen kaum ähnlich“ hätten auf Äckern „halb verfaulte Kartoffeln“ gesucht.

Ausdrücklich sprach die Düsseldorfer Regierung die Geistlichen an, „die wir auffordern, dass sie durch die Kraft ihrer Lehre den Sinn der Wohlthätigkeit und des Mitleides stets lebendig erhalten und auf diese Art die Bemühungen der Vereine unterstützen.“ Einige evangelische Pfarrer engagierten sich hierbei stark. Weiterlesen

Eine Kriegsausgabe des „Sonntagsblatt für die Evangelische Gemeinde Hückeswagen“ 1916

Sonntagsblatt Kriegsausgabe, Luther Gedicht zu Psalm 124 und Predigt Luthers über Joh. 4, 47-54, aus Bestand : AEKR Düsseldorf Bibliothek ZK 814 k Sonntagsblatt für die Evangelische Gemeinde Hückeswagen, 5. November 1916, Nr.45, Jg.19;

AEKR Düsseldorf Bibliothek ZK 814 k Sonntagsblatt für die Evangelische Gemeinde Hückeswagen, 5. November 1916, Nr.45, Jg.19;

Kürzlich erhielt das Archiv einige Nummern des „Sonntagsblatt für die Evangelische Gemeinde Hückeswagen“ aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Zufällig ist auch die Ausgabe vom 5. November 1916 dabei, deren Erscheinen also heute genau 100 Jahre zurückliegt. Es ist die Nummer 45 des im 19. Jahrgang erscheinenden Sonntagsblattes, das von den Hückeswagener Pfarrern August Bergfried und Friedrich Julius Stiehl herausgegeben wurde; diese umfasst vier Seiten, der Druck ist sehr blass (im Original).

 

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Unterwegs mit Martin Luther im Archiv der EKiR

Unterwegs mit Martin Luther

Unterwegs mit Martin Luther im Landeskirchlichen Archiv in Düsseldorf

Heute steht Martin Luther vor unserer Tür und möchte Einsicht in unsere Bibelüberlieferung bzw. seine verfassten Bücher haben. Wir haben ihm für seine Recherchen folgendes vorgelegt:  Weiterlesen

Interessante Überlieferung zu einer Konfirmation im Jahr 1908

Von dem Düsseldorfer Pfarrer und Superintendenten i.R. Helmut Ackermann (über ihn) hat das Landeskirchliche Archiv eine Anzahl älterer Gesangbücher übernommen. Diese Sammlung erstreckte sich über das Rheinland hinaus. Eines dieser Gesangbücher enthält interessante Dokumente zur Geschichte einer Konfirmation im Jahr 1908: Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche des Herzogtums Braunschweig vom Jahre 1902, verlegt in Wolfenbüttel bei Julius Zwißler.

Das zweite Vorsatzblatt enthält die folgende Widmung:

Widmung zur Konfirmation für Rudolf Studte von Pastor Stock 1908 in: Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche des Herzogtums Braunschweig vom Jahre 1902 ; aus Bestand : AEKR Düsseldorf Biblitohek Hh499

Widmung zur Konfirmation für Rudolf Studte von Pastor Stock 1908 in: Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche des Herzogtums Braunschweig vom Jahre 1902 ; aus Bestand : AEKR Düsseldorf Biblitohek Hh499

Rudolf Studte
ist am weißen Sonntag 1908 (den 26. April)
in der Katharinenkirche zu Braunschweig
konfirmiert.
Text der Konfirmationsrede:
Hebr. 10.39.
Wir aber sind nicht von denen, die da
weichen!
Braunschweig, den 27. April 1908
Stock, Pastor.

Die hier erwähnte Konfirmationsrede hat Pastor Stock drucken lassen:
„Fest und treu!“ Konfirmationsrede gehalten am Weissen Sonntag (26. April) 1908 in der St. Katharinenkirche zu Braunschweig von Pastor A. Stock über Hebr. 10, 39. Braunschweig: Verlag von Johannes Neumeyer 1908, 10 Seiten

Möglicherweise hat jede(r) Konfirmierte den Druck anschließend erhalten. Jedenfalls hat Rudolf Studte die Predigt besessen und in sein Konfirmationsgesangbuch eingelegt. Es handelt sich übrigens um ein sehr schönes Gesangbuch mit einem in Jugendstilornamenten geprägten Pappeinband; die goldene Inschrift auf dem vorderen Deckel „Befiehl dem Herrn deine Wege“ und der Goldschnitt vervollständigen die Ausstattung.

Eine weitere Beilage verrät, wie das Gesangbuch aus Braunschweig nach Düsseldorf gelangte: Weiterlesen