Das Findbuch zur Plakatsammlung ist jetzt online!

Die Verzeichnungsarbeiten an der Plakatsammlung der EKiR sind abgeschlossen. Im neuen Findbuch kann jetzt online recherchiert werden.
Es ist bereits die zweite Schicht von Plakaten, die jetzt erfasst worden ist.  Der erste Teil, bereits ca. 1300 Motive, wurde im Jahr 2012 verzeichnet.
Den Kern der Sammlung, insgesamt ca. 800 Stücke, bildete dabei die Sammlung des Düsseldorfer Grafikers Heinrich Brandt, der sie bereits in den 1980er Jahren an das landeskirchliche Archiv abgegeben hatte: Eine bunte Mischung aus selbst gestalteten und gesammelten Plakaten aus seinem beruflichen Umfeld. Ergänzt wird die Sammlung Brandts durch die eigene Sammlung des Archivs der EKiR.

Plakat für die Volkssammlung der Inneren Mission, ca. 1920, 8SL 049 (Plakatsammlung), Nr. 1222

2016 war es an der Zeit für eine nächste Verzeichnungsschicht. Weiterlesen

Archiv der EKiR nimmt neues Außenmagazin in Betrieb

Außenmagazin Moers: Blick in einen Regalgang

Außenmagazin Moers: Blick in einen Regalgang, Foto: AEKR/Michael Hofferberth

Eine lange Suche nach dem geeigneten Standort hat ihr glückliches Ende gefunden: Mit einem kleinen Festakt im Beisein der rheinischen Kirchenleitung wurde gestern in Moers-Meerbeck das neue Außenmagazin des landeskirchlichen Archivs eröffnet. Bei dem Festakt würdigten Präses Manfred Rekowski, das Pfarrerehepaar Weyand und Landeskirchenrätin Gudrun Gotthardt die gelungene Adaption der ehemaligen Johanneskirche aus dem Jahr 1964 in ein professionelles Archivmagazin. Nach rund einjährigem Umbau bietet der Innenraum nunmehr in einer viergeschossigen Hochregalanlage Platz für 8.000 Regalmeter Schriftgut. Knapp ein Viertel hiervon ist bereits belegt. Besonderer Wert wird auf die Einhaltung der für ein Archivmagazin optimalen Klimawerte gelegt.

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Was machen diese zehn Männer?

Unbekannte Gruppenaufnahme mit Beschriftung, u.a. Theologen D. Dorner senior und Aug. Dorner junior (ca. 1880), Fotosammlung; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 030_0001

Unbekannte Gruppenaufnahme mit Beschriftung, u.a. Theologen D. Dorner senior und Aug. Dorner junior (ca. 1880), Fotosammlung; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 030_0001

Am 7. Juli vorigen Jahres wies Frau Klein an dieser Stelle auf die flickr-Präsenz des Archivs hin, und bat bei dieser Gelegenheit um Mithilfe bei der Bestimmung von vier Photos: Wir sind dann mal online – jetzt auch auf flickr.

Eines konnte dank der Mithilfe eines Lesers auch sehr schnell zugeordnet werden: Fotopuzzle 2.0. Weitere Hinweise gingen bisher leider nicht ein. Daher möchte ich nunmehr für ein weiteres Bild meine bisherigen Ergebnisse vorstellen. Es geht um das Bild, auf dem zehn honorig wirkende Männer abgebildet sind, fünf stehen, fünf sitzen.

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Die Macht des Schweigens – Präses Heinrich Held und die Berufung von Dozent Ernst Fuchs auf den Lehrstuhl für Neues Testament an der Universität Bonn

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Ernst Fuchs, Christentum und Sozialismus, Stuttgart 1946

Dozent Ernst Fuchs war chancenlos. Er ahnte es lange Zeit noch nicht einmal, weil er der Bekennenden Kirche angehörte, und Heinrich Held, den späteren ersten Nachkriegspräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, kannte er aus den Tagen, als die Bekennende Kirche sich gegen die Deutschen Christen wehrte. Er wollte daher zunächst nicht wahrhaben, dass dieser ehemalige Mitstreiter vehement seine Berufung auf den Bonner Lehrstuhl für Neues Testament hintertrieb. Pikant: Eine Kirchenleitung, die die Barmer Theologische Erklärung als ihre Bekenntnisgrundlage betrachtet, verweigert einem Mitglied der Bekennenden Kirche, dem die Nationalsozialisten 1933 die Lehrbefugnis entzogen hatten, die Wiederbeilegung der „venia legendi“. Es ging allerdings noch um ein Weiteres. Plakativ ausgedrückt: Die Freiheit der theologischen Wissenschaft in Bonn endet an der theologischen Einstellung des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Weiterlesen

Werbung für die Anschauungstafel „Das Kirchenjahr“

Sichtungsarbeiten der unverzeichneten Sammlung K.W. Schmidt

Das Kirchenjahr, Anschauungstafel und ihre Verwendung im Unterricht, aus Bestand: AEKR Boppard Sammlung K.W. Schmidt (unverzeichnet)

Bestand: AEKR Boppard Sammlung K.W. Schmidt (unverzeichnet)

Das abgebildete Werbeblatt (DIN A5) zeigt eine Anschauungstafel des Kirchenjahres und empfiehlt ihre Anwendung im Unterricht (Rückseite).

Das evangelische Kirchenjahr beginnt wie das katholische mit der ersten Vesper zum ersten Adventssonntag und endet am Samstag vor dem ersten Advent. Es teilt die Hauptfeste und zugehörigen Festzeiten sowie einige Sonderfeste, vor allem Neujahr und Erntedank.

 

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Was geschah an einem 11. Januar im Rheinland?

Im Portal Rheinische Geschichte findet sich hierzu ein Artikel von Prof. Folkert Rickers (Duisburg).

Präses Peter Beier - Amtseinführung, mit Bischof Horst Gienke ( DDR ), Foto: Hans Lachmann, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 10_19890000

Präses Peter Beier – Amtseinführung, mit Bischof Horst Gienke ( DDR ), Foto: Hans Lachmann, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 10_19890000

„Am 11. Januar 1989 wählte die Landessynode Peter Beier zum Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Beier gehörte zu den profiliertesten Persönlichkeiten des rheinischen Protestantismus. Durch seine immer kritischen Positionierungen in Zeitfragen und sein Eintreten für ein undogmatisches Christentum erlangte er große Bekanntheit. Unser Porträt des streitbaren Protestanten:“

 

weitere Unterlagen zu Peter Beier im AEKR:

  • Handakten Präses D. Dr. h.c. Peter Beier
  • Personalakten von Peter Beier: 1OB 009, B 392; 1OB 022, Nr.739
  • Zur Friedensbewegung s. auch: 7NL 160 Superintendent Dieter Linz

Darüber hinaus finden sich Korrespondenzen und Interaktionen mit zahlreichen Partnern in verschiedenen Beständen des Archivs.

Handaktenbestände weitere Präsides:
6HA 006 Präses Heinrich Held
6HA 034 Präses Lic. Karl Immer
6HA 003 Präses D. Dr. Joachim Beckmann
6HA 038 Präses D. Dr. h.c. Gerhard Brandt
6HA 045 Manfred Kock

Wie kommt der Kohl ins Bild?

Das alte Siegel der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Gruiten

Das alte Siegel der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Gruiten

Im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland befindet sich ein altes Siegelbild der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Gruiten. Das Siegelbild zeigt einen Kohlstrauch, über den die Sonne aufgeht. Die Umschrift lautet: „Siggilum Gruitenae Nova Luce Resurgo“ übersetzt „Siegel von Gruiten, im neuen Licht stehe ich wieder auf“. Welcher Sinn steckte hinter dem Siegelbild? Wie kommt der Kohl ins Bild? Weiterlesen

Gib an Weihnachten ohne Murren!

Plakat des Hilfswerk der Evangelischen Kirche mit Aufruf zum Weihnachtsopfer 1945, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 049 (Plakatsammlung), 1454

Plakat des Hilfswerk der Evangelischen Kirche mit Aufruf zum Weihnachtsopfer 1945, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 049 (Plakatsammlung), 1454

Die Sprache der frühen kirchlichen Plakate unterscheidet sich doch sehr von der heutigen… Auch heute finden an vielen Orten Sammlungen für Flüchtlinge statt. Heute werden die Spender allerdings eher umworben und durch Denkanstöße zum freiwilligen Geben motiviert. Dagegen wirkt der Aufruf zum Weihnachtsopfer des Hilfswerks der Evangelischen Kirche aus dem Jahr 1945 mit seinen deutlichen Worten eher wie der moralische Holzhammer. Ob ein solcher Aufruf heute noch Erfolg hätte?!

Ein schönes Zeitdokument!

„Das Aktenstück Studienfahrt schwoll an…“

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Studienfahrt des Predigerseminars Wittenberg 1954

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen!“ Und dies tut Paul Wätzel, Studiendirektor und Ephorus des Evangelischen Predigerseminars Wittenberg, denn auch sehr ausführlich. Auf 48 Schreibmaschinenseiten, garniert mit einigen aufgeklebten Schwarz-Weiß-Bildern, schildert er die Studienfahrt des Wittenberger Predigerseminars vom 29. März bis 11. April 1954 in den Westen.

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Archivpflege gestern und heute

aus: 4KG 005, 28

Aufruf des Königlichen Konsistoriums zur Ordnung der Gemeindearchive, 1842, aus: 4KG 005, 28

Erstaunlich aktuell und auf den Punkt wirkt dieser Aufruf des Königlichen Konsistoriums in Koblenz an die Superintendenten der Rheinprovinz aus dem Jahr 1842, der mir im Bestand der Ev. Gemeinde Düsseldorf in die Hände fiel:

Noch immer sind in vielen Pfarreien die Kirchen-Archive nicht gehörig geordnet und keine Inhaltsverzeichnisse derselben aufgestellt. Dieser Mangel erschwert nicht nur den Gebrauch der vorhandenen Akten und damit die zweckmäßige Verwaltung des Vermögens der Pfarreien, sondern hat auch, indem bald wichtige Aktenstücke, zumal während der Erledigung der Pfarrstellen, verloren gehen, bald aus Nichtkenntniß der vorhandenen Akten die Rechte der Kirchen, Pfarreien nicht aufrecht erhalten werden, für manche Gemeinde bedeutende Verluste zur Folge. Wir beauftragen daher im Einverständniß mit der königlichen Regierung Euer Hochwürden, diejenigen Pfarrer Ihrer Synode, deren Gemeinde noch kein gehörig geordnetes, mit einem Inhaltsverzeichnis versehenes Kirchenarchiv besitzt, anzuweisen, binnen zwölf Monaten sämmtliche Bücher und Schriften ihrer Pfarrgemeinde nach dem beiliegenden Plan zu ordnen und zu verzeichnen.[…] Weiterlesen