Gesangbuch für Berg- und Hüttenleute von 1832

Gesangbuch für Berg- und Hüttenleute, nebst einigen Gebeten, 1832; AEKR Archivbibliothek Sign. 2017.112

Die Gesangbuchsammlung der Archivbibliothek umfasst ca. 600 Titel des 18.-20. Jahrhunderts. Hier verdanken wir jetzt einer privaten Schenkung den wertvollen Zugang der Erstausgabe einer speziellen Liedersammlung für Bergarbeiter und Hüttenleute. Ihr Autor, Albert Wilhelm Perlberg (1794-1843), war Oberbergrat zu Halle und, by the way, Mitglied der Hallenser Freimaurerloge Zu den drei Degen. Weiterlesen

Evangelisches Leben in der mittelrheinischen Diaspora

Im Rahmen der von der Stadt Koblenz, dem evangelischen Gemeindeverband Koblenz und dem Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland veranstalteten Vortragsreihe „Evangelisches Leben an Rhein und Mosel“ hält Dr. Andreas Metzing, der Leiter der Evangelischen Archivstelle Boppard, am 26. Juni 2017 im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz einen Vortrag zu den Anfängen des evangelischen Lebens in Koblenz im 18. und 19. Jahrhundert.

 

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Straßburger Handschriften-Edition als Geschenk des Archivars Pfarrer Albert Rosenkranz

Straßburger Handschriften-Edition, aus Bestand: AEKR Archivbibliothek XL 017 Bd. I

Immer wieder finden sich im Bestand unserer Archivbibliothek Bücher, in denen handschriftliche Vermerke oder eingeklebte Zettel Hinweise auf deren Vorbesitzer oder auf besondere Umstände des Zugangs zur Bibliothek geben. Darüber haben wir gelegentlich berichtet (z.B. Chamisso – Gesangbuch) . In der Bibliothek befindet sich das großformatige Werk „Handschriftenproben des sechzehnten Jahrhunderts nach Strassburger Originalen“ aus dem Jahr 1902, dass in zwei Schubern „102 Tafeln in Lichtdruck mit Text“ enthält. In beide Schuber ist auf der Innenseite des Deckels ein Blatt mit einer handschriftlichen Mitteilung des früheren landeskirchlichen Archivars, Pfarrer D. Lic. Albert Rosenkranz, (über ihn ausführlicher nur seine Lebenserinnerungen), eingeklebt. Weiterlesen

Schwer angesagt – Barcamps

Historiker/innen aufgepasst: Das Camp Colonia 2 startet: Call for Ideas –  bis zum 12. Juni 2017!!!

Das Barcamp „Camp Colonia“ haben Studierende der Masterstudienrichtung Public History an der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Förderverein Geschichte in Köln e. V.  initiiert. Worum es Ihnen geht: „Du hast ein Projekt zur Kölner oder Rheinischen Geschichte, über das du schon immer sprechen wolltest? Du sitzt an deiner Bachelor-, Master oder Doktorarbeit, aber du könntest noch etwas Anregung gebrauchen? Komm zum Camp Colonia und sprich mit uns oder zu uns. Stelle dein Projekt vor, diskutiere mit anderen Historikern über deine Thesen.“

In puncto Barcamp folgen hier noch einige weitere Termine und Links für das Jahr 2017 (Bereiche: Archive/ Geschichte/ digitale Kirche)

Archivcamp:                       19. Juni 2017 in Duisburg
Camp Colonia:                   30. Juni 2017 in Köln
Barcamp KircheOnline:     13.-15. Oktober 2017 in Köln
Histocamp:                        1./2. Dezember 2017 in Darmstadt

Wenn der Kirchenraum für Gottesdienstfeiern ausfällt …

… dann wird es „ÖKUMENISCH“!

AEKR Boppard 4KG 043B (Kirchengemeinde St. Wendel), Nr. 67

In dem Aktenbestand (AEKR 4KG 043B) der Evangelischen Kirchengemeinde St. Wendel findet sich ein Schreiben des Pfarrers von St. Wendel an den Pater Prior Athanasius der Benediktinerabtei Tholey und den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates der Kirchengemeinde Tholey. Der frühere Pfarrer Gerhard Koepke, der Evangelischen Kirchengemeinde St. Wendel bedankt sich 1983 in einem Brief an die beiden Empfänger für die Bereitstellung der Krypta der Abteikirche in Tholey. In dieser Krypta fanden im vierwöchigen Turnus der Gottesdienst für die Evangelischen im Raum Tholey/Theley statt. Diese Regelung dauerte bis zum Oktober 2011. In diesem Gemeindebrief ist zu lesen, dass von da an der Gottesdienst in das Freizeithaus St. Mauritius in Tholey verlegt wurde. Das war ein gutes ökumenisches Zusammenleben, dass 28 Jahre anhielt.

...  Eben Ökumene pur! 

Die Krypta der Abteikirche in Tholey (rechts unten)

Zu den Räumlichkeiten und Geschichte der Benediktinerabtei in Tholey hier>>

Aktuelle Ausstellungen im Rheinland anlässlich des Reformationsjubiläums, oder: Das Ringen um den rechten Glauben

Unter letzterem Titel eröffnet jetzt am 3. Juni 2017 in Aachen das Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum eine umfangreiche Geschichtsschau zum konfessionellen Mit- und Gegeneinander im Aachener Raum. Auch zu dieser Ausstellung konnte unser Archiv einige überraschende Exponate beisteuern. Oder wussten Sie, dass Pfarrer Georg Ulrich Wenning 1648 bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden in Osnabrück zugegen war und seine umfänglichen diplomatischen Korrespondenzen mittels elaborierter Verschlüsselungscodes chiffrierte?

Die rheinischen Museen, aber auch Archive und Geschichtsvereine, haben seit April eine Reihe sehenswerter Ausstellungen zum Reformationsgeschehen eröffnet. Dem schwierigen Thema religiöser Toleranz nähern sie sich dabei von ganz unterschiedlicher Warte. Ein kurzer Überblick zu den Orten und Terminen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Weiterlesen

Immer eine Schlagzeile wert

Die Einführung einer Frau ins Pfarramt in den frühen 1970er Jahren

Zeitungsartikel über die Einführung von Ilse Heinemann in Hilden; AEKR Düsseldorf Archivbibliothek ZK 070, Der Weg 47/1973

Immer mal wieder stößt man beim Blättern in der Kirchenzeitung Der WEG aus den 1960er und 1970er Jahren auf Artikel wie diesen über die Einführung der Pastorin Ilse Heinemann.

In jedem dieser Artikel finden sich Passagen, die in der heutigen Zeit seltsam anmuten. Weiterlesen

Digitaler Lesesaal der Archivstelle Boppard wird ausgebaut

Seit einem Jahr können Familienforscher im Lesesaal der Archivstelle Boppard an PC-Terminals komfortabel in den digitalisierten Kirchenbüchern recherchieren. Jetzt wurde das Angebot ausgebaut und nicht nur die Kirchenbücher, sondern auch zahlreiche Familienbücher, die wichtige Hilfsmittel für die genealogische Forschung sind, im Digitalen Lesesaal als Dateien zugänglich gemacht.

Digitaler Lesesaal der Archivstelle Boppard – Seite der Gemeinde Sohren (Hunsrück)

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Räderwerk Landeskirchenamt

Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland – Mitarbeiter, ca. 1961
Foto: unbekannt

Funktionieren soll eine Verwaltung wie ein Uhrwerk. Ein Rädchen greift ins gut geölte andere. Bisweilen allerdings knirscht es. Sandkörner haben sich ins Getriebe verirrt. In der Nachkriegszeit von 1949 bis 1960 bemühte sich Oberkirchenrat Hans Ulrich, juristischer Dirigent, zusammen mit dem Amtmann und späteren Verwaltungsdirektor Heinrich Dudey, das Räderwerk Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland in Gang zu halten. Die Dinge, die einer Regelung bedurften, nahmen permanent zu. Die Verwaltungsspitze sah sich genötigt, ständig und en détail nachzujustieren. Die Halbwertzeit so mancher Hausverfügung erwies sich allerdings als gering. Im Folgenden finden Sie einige Kostproben aus den Handakten von Präses Heinrich Held (Bestand: 6HA006, Nr. 308-311). Weiterlesen

La Rochelle, belle et rebelle: Reformierte Netzwerke zwischen Aachen und La Rochelle im 17. Jahrhundert

Siège de la Rochelle, aus Bestand: AEKR 7NL015 (Nachlass J. F. Goeters), Nr. 863

Das Archiv der EKiR verwahrt eine Sammlung von sechs Briefen, die zwischen Dezember 1657 und Oktober 1658 in der französischen Hafenstadt La Rochelle geschrieben wurden. Ihr Verfasser war der aus einer wohlhabenden reformierten Aachener Familie stammende Daniel Römer (1629-1686). Wie schon sein Vater reüssierte er im Bankgeschäft. Adressat war sein Schwager Dr. Georg Ulrich Wenning (1615-1696), reformierter Pfarrer in Aachen und Vaals.

Wenning verfügte über ausgezeichnete Beziehungen in die Niederlande und hatte 1648 bei den Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück als diplomatischer Emissär Aachens gewirkt. 1652 hatte er Römers Schwester Katharina geheiratet. Weiterlesen