Katholische Reformationen: Eine Tagung in Aachen

Am 17.-18. Februar 2018 veranstalten das Institut für Katholische Theologie der RWTH Aachen und die dortige Bischöfliche Akademie eine wissenschaftliche Tagung unter dem Titel “Katholische Reformationen”. Warum der Hinweis darauf in einem “evangelischen” Blog? Nun, weil es bei den Themen um die Lebenswirklichkeit in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts geht. Nachträgliche Etikettierungen helfen nicht weiter beim Verständnis dafür, wie umfassend damals der Wunsch nach Reformen in der Kirche war. Die regionalen Schwerpunkte liegen dabei auf Sachsen und dem Rheinland.

Alle Informationen zur Tagung sowie den Flyer mit dem vollständigen Programm finden Sie hier. Anstelle des hier noch angegebenen Vortrages von Dieter Weiß wird Götz-Rüdiger Tewes sprechen über “Reform(ation)en und Luthergegnerschaft in Köln”.

Mit Henrike Tetz wurde erstmals eine Superintendentin zur Oberkirchenrätin gewählt

Pfarrerin Henrike Tetz, Wahl zur neuen Leiterin der Abteilung 3 „Erziehung und Bildung“ im Düsseldorfer Landeskirchenamt, Landessynode 2018, Foto: EKiR/Hans-Jürgen Vollrath

Am Donnerstag, 11.01.2018, wählte die Landessynode der Ev. Kirche im Rheinland die Superintendentin des Kirchenkreises Düsseldorf, Pfarrerin Henrike Tetz, als hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung (KL) zur Nachfolge von Oberkirchenrat Klaus Eberl. Damit wurde erstmals eine Superintendentin hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung; die bisherigen Oberkirchenrätinnen, Gisela Vogel, Petra Bosse-Huber und Barbara Rudolph, hatten das Amt einer Superintendentin nicht bekleidet.

Harney, Rudolf, Pfarrer, Oberkirchenrat, Mitglied der 1. Kirchenleitung (KL), 1932, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 10_0110

Es stellte sich mir die Frage, ob denn in der Vergangenheit einer der Düsseldorfer Superintendenten zum Oberkirchenrat berufen worden ist? Immerhin ist Düsseldorf einer der großen Kirchenkreise der Landeskirche. Ich hatte einen Namen im Kopf, nämlich Superintendent Rudolf Harney (Nachlass im Bestand des Archivs), ganz am Anfang der Geschichte unserer Landeskirche nach 1945: Er wurde im Mai 1945 Mitglied der Vorläufigen Kirchenleitung als Repräsentant des Provinzialkirchenrates von 1932. Die Provinzialsynode 1946 bestätigte die Mitglieder der Vorläufigen KL, die “in Ausübung und für die Dauer des Amtes … die Amtsbezeichnung ‘Oberkirchenrat’ ” führten. 1949 trat Harney bei den ersten Wahlen zur Kirchenleitung der neuen Landeskirche nicht mehr an, weil seine Pensionierung bevorstand. Harney ist also ein Sonderfall.

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Warum sind Foto-Metadaten sexy? – Toller Beitrag von Ulla Schmitz

Die Beschreibung digitaler Fotos bzw. Reprografien mit IPTC-Daten wird im Archivbereich kaum angewandt. Dass diese aber gerade dadurch mit Kontextinformationen versehen werden können und somit auch eine Identität  im Web erhalten, sollte gerade für Archive interessant sein! Bei uns verlässt kein Bild ohne IPTC-Metadaten die Archivtheke, wenn es um die Bereitstellung im Web geht.

Ulla Schmitz hat diesen Hintergrund toll erklärt: “Mehr Wert mit Metadaten” – Warum sind Foto-Metadaten sexy?” ..>>

Mehr wert mit Metadaten

Eine Authentizitätsklärung wäre also möglich, wenn Fotos mit IPTC-Metadanten im Netz veröffentlicht werden würden: Fotos aus dem Internet – ohne Metadaten keine Authentizitätsklärung

Tagungshinweis: Kritik der digitalen Vernunft

Schon einmal etwas von Modellathons und Poster Slams gehört oder geschweige denn teilgenommen? Der Verband DHd – “Digital Humanities im deutschsprachigen Raum” veranstaltet vom 26. Februar bis zum 2. März 2018 seine fünfte Jahrestagung unter dem Titel “Kritik der digitalen Vernunft”. Tagungsort ist die Universität Köln, alle Informationen findet man hier.

Das ungemein facettenreiche Programm bietet Workshops und weitere innovative Tagungsformate zu allen Themengebieten der digitalen Geisteswissenschaften. Aus archivischer Sicht hervorzuheben sind die Veranstaltungen zur automatischen Texterkennung mit Transkribus, zu digitalen Editionen, zur Nutzung von Wikidata sowie zu kollaborativen Erschließungsprojekten.

Reformationsansprache 1916/1917

Reformationsansprache, aus Bestand: AEKR Boppard Sammlung R. W. Schmidt (unverzeichnet)

In der noch nicht vollständig erschlossenen Sammlung von Dr. R.W. Schmidt in der Evangelischen Archivstelle in Boppard, fand ich bei der Durchsicht folgendes Dokument des Deutschen Evangelischen Kirchenausschuss zu Berlin. In dieser Reformationsansprache an die Gemeinden beim bevorstehenden Jahreswechsel 1916 / 1917 findet sich auch der Bezug auf den 1. Weltkrieg, der 1918 erst zu Ende war und den Deutschland bekanntlich verloren hat, der Satz: „Noch wissen wir nicht, ob das beginnende Jahr uns den Frieden bringt, der eine umfassendere Feier gestattet…”. Das dem nicht so war ist bekannt.

 

 

Henk Schilling, Siegelzeichner der Evangelischen Kirche im Rheinland

Henk Schilling, Foto: Familie Schilling

Henk Schilling, Grafiker, Glasfenstergestalter, Siegelzeichner, geboren am 7. November 1928, gestorben am 24. Februar 2005.

Im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland sind 22 Siegel von Henk Schilling vorhanden. Nachfolgend eine Auswahl an Siegeln und Biografie von Tochter Miriam Schilling mit Erläuterungen zum künsterlischen Werden und Wirken Schillings:

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Hinweis auf LVR-Tagung: Blogs als Werkzeuge der Archivarbeit

Am 11.-12. Oktober 2018 veranstaltet das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum Brauweiler eine Tagung zum Thema “Blogs als Werkzeuge der Archivarbeit”. Neben Vorträgen bietet eine Workshop-Phase den Teilnehmenden die Gelegenheit neue Blog-Projekte vorzustellen, sich über technische Möglichkeiten von Blog-Software auszutauschen oder neue Tools für Blogs kennenzulernen.

Weitere Informationen und Online-Anmeldung >>

siehe auch das gesamte Fortbildungsprogramm 2018