Offene Daten, freie Lizenzen – Aspekte digitaler Nachhaltigkeit

Unter diesem Thema stand gestern die dritte medienethische Tagung der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Melanchthon-Akademie in Köln. Als Teilnehmer und Referent war ich von der Vielfalt der Themen und ihrer Praxisnähe ganz begeistert. Den Livestream und die Twitter-Wall finden Sie hier. Das Visual Recording der Tagung leistete der Karikaturist Michael Hüter, der mit seinen Cartoons zielsicher die Thesen der einzelnen Beiträge zum Ausdruck brachte.

Als Beispiel mit archivischem Background seien hier gezeigt Hüters Zeichnungen während der Präsentation “Digitale Nachhaltigkeit aus der Perspektive von Gedächtnisinstitutionen”.

Michael Hüter Karikaturist: Twitter-Wall: Digitale Nachhaltigkeit aus Sicht von Archiven #visualRecording #DigitaleSouveraenitaet @ekir_de

weitere Bilder >>

Weiterlesen

Kirchen- und Gemeindeaufbau in der Diaspora

Baustein zum Bau des am 7. November 1954 eingeweihten evangelischen Gemeindehauses in Weißenthurm, aus Bestand: AEKR Boppard 3MB 009B (Kirchenkreis Koblenz II), Nr. 25

Der nordwestlich von Koblenz am unteren Mittelrhein gelegene Ort Weißenthurm ist tiefste evangelische Diaspora. In dem im 17. Jahrhundert gegründeten kurtrierischen Ort ließen sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg die ersten Evangelischen nieder und wurden der Kirchengemeinde Andernach zugeordnet. Anfang der 1950er Jahre wuchs die Zahl der evangelischen Gemeindeglieder jedoch so stark an, dass man den Bau eines eigenen Gemeindehauses in Weißenthurm plante. Zur Finanzierung des Projekts mit einem Gesamtkostenaufwand von 160.000 DM war die Gemeinde auf die Unterstützung ihre Mitglieder angewiesen. Das Presbyterium zeigte sich dabei erfinderisch und gab „Bausteine“ in Form von Wertmarken aus, die man zum Preis von 1,- DM käuflich erwerben konnte. Am 7. November 1954 konnte das Gemeindezentrum nach kurzer Bauzeit feierlich eingeweiht werden. Die Altarbibel hatte der damalige Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet.

Fünf Jahre nach Einweihung des neuen Gemeindehauses hatte sich die Zahl der Evangelischen im Weißenthurm erneut so vergrößert, dass die Gemeinde zum 1. April 1959 selbständig wurde.

Die Bibel auf einem Bierdeckel? Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Bibe-auf-Bierdeckel.de, Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Während eines Spaziergangs durch Frankfurt am Main, kehrte ich um Ruhe zu finden in eine Kirche ein. Beim Ausgang fand ich diesen Bierdeckel auf einem Tisch liegen. Bierdeckel in der Kirche? Bei näherem hinsehen stellt ich fest, dass es sich um die Aktion „Bibel auf einem Bierdeckel“ handelt. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ( mit ihrem Sitz in Darmstadt) hat damit meiner Meinung nach eine tolle Aktion ins Leben gerufen, um die Bibel auch in Kneipen zubringen. Nachfolgend der Link zu der Seite der EKHN: “Christsein Konkret – 30.442 Verse in 3 Sätzen”

Reformatorinnen zu Besuch im Landeskirchenamt

Auf der Parkbank mit Argula von Grumbach

Seit dem 8.3. ist die Ausstellung “Reformatorinnen. Seit 1517” – passend zum Internationalen Frauentag – im Landeskirchenamt zu sehen.

In dieser Wanderausstellung stellt die Gender- und Gleichstellungsstelle der EKiR exemplarisch 17 Frauen aus fünf Jahrhunderten vor, die als Schriftstellerinnen, Liederdichterinnen, Pfarrfrauen, Predigerinnen und Herrscherinnen unsere Kirche zu dem machten, was sie heute ist. Es begegnen sowohl bekannte Namen wie Katharina von Bora als auch weniger bekannte wie Wibrandis Rosenblatt. Abgerundet wird der biografische Zugang durch Ausstellungstafeln zu Querschnittsthemen wie dem Zugang zu Bildung, dem Wandel von Frauenrollen und Lebensformen und dem Thema Frauenordination.

Eine Besonderheit der Ausstellung sind die lebensgroßen Holzfiguren, die es dem Besuchern ermöglichen, den vorgestellten Persönlichkeiten auf Augenhöhe im öffentlichen Raum zu begegnen. Weiterlesen

Dateiformate für die Langzeitarchivierung von Fotos

Lachmann, Hans
Fotograf ( Photograph )
1970, Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 019_0017

Die klassischen Schwarz-Weiß-Fotos und die Diasammlung überstehen Jahrzehnte im viel zitierten Schuhkarton. Digitale Fotos sind dagegen wesentlich anspruchsvoller. Hardware veraltet, Bildbearbeitungsprogramme kommen und gehen, Dateiformate ändern sich. Die Archivierung von digitalen Fotos geht über die reine Datensicherung hinaus. Die archivische Fotosammlung muss nicht nur vor defekten Speichermedien gewappnet werden. Vielmehr gilt es, die langfristige Lesbarkeit und Verarbeitung der Digitalfotos zu gewährleisten. Digitale Fotos haben gegenüber ihren analogen Vorgängern allerdings auch ihre Vorzüge. Die Abkopplung des Bildinhalts vom Bildträger ermöglicht ihre beliebige Reproduzierbarkeit. Dies wiederum vergrößert die Chance, dass zumindest der Bildinhalt der Nachwelt überliefert wird, vorausgesetzt, dass die Digitalfotos in einem geeigneten Format gespeichert werden. Weiterlesen

Schriftgutlehrgang im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel

Teilnehmer des Schriftgutlehrgangs im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel bei der Arbeit am Aktenplan

Gestern fand im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel ein Fortbildungstag zum Thema “Schriftgutverwaltung und Aktenführung” statt.

Der Kirchenkreis hatte die Initiative ergriffen und die Referentin des Landeskirchlichen Archivs sowie die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltungen in die Jugendbildungsstätte Merzbach eingeladen. Weiterlesen

Emil Ernst Stoltenhoff : Aufruf zur kirchlichen Einigkeit

Was geschah an einem 8.März 1937?

Im Portal für Rheinische Geschichte ist dazu ein Beitrag über Emil Ernst Stoltenhoff (1879-1953) veröffentlicht worden. ….>>Weiterlesen

Ariernachweis: Gebühren bei Ausstellung von Nachweisen über arische Abstammung

Nachweis über arische Abstammung, AEKR Boppard Sammlung I Dr. Schmidt (unverzeichnet)

Im Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche von 1935, Nr. 9, findet sich ein Hinweis darauf, wer für die Ausstellung von Urkunden zum Nachweis arischer Abstammung Gebühren bezahlen muss und wer befreit ist. Gebührenfreiheit besteht zum Beispiel für das Amt für Sippenforschung der NSDAP und die Sachverständigen für Rassenforschung. Dagegen müssen Familienforscher und Postbeamte Gebühren bezahlen. Unvermögende wie Erwerbslose und Wohlfahrtsempfänger sind auch von den Gebühren befreit.

Dieser Aushang befindet sich in der noch nicht erschlossenen Sammlung I (Dr. Schmidt) der Archivstelle Boppard.

Tagung: Offene Daten, freie Lizenzen – Aspekte digitaler Nachhaltigkeit

/Die Evangelische Akademie im Rheinland (Dezernat 4.3 des LKA der EKiR) und die Melanchton-Akademie Köln laden ein: „Mehr digitale Souveränität gewinnen“ Part III

Wann und Wo?  – am 29.03.2017 im Komed in Köln.

Der Schwerpunkt wird diesmal auf die „digitale Nachhaltigkeit“ gesetzt und auch aus der Perspektive von Gedächtnisinstitutionen archivische Beispiele von Open Data, Open Content, Open Access beleuchtet (Dr. Stefan Flesch).

Im Blog : internet.ekir.de sind weitere Beiträge und Infos zum Programm sowie Online-Anmeldung zu finden.